Die Figur der Schlampe

Schlampen um 1930
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Die Schlampe kann auf eine über 100-Jährige Narrengeschichte zurückblicken. Sie stellt immer ein altes, derb- bäuerliches Weib dar, ohne jegliche einheitliche Kleidung. Ihre Vorliebe ist die Abwechslung und die Variation. Zum Häs gehören mehrere, übereinander getragene Röcke, nebst Schürze. Als Kopfbedeckung dient ein dunkles Tuch, welches an der Maske (früher aus Gewebe, später aus Pappmaché und heute aus Holz) angebracht ist. Das Schultertuch besteht aus einer Stola oder einer gehäkelten Decke. Des weiteren gehört ein alter Regenschirm, eine Handtasche oder ein Henkelkorb und ein Kinderwagen zu den wichtigsten Utensilien einer Neuhausener Schlampe.

Schlampen um 1950
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Aus einer spontanen Idee heraus gründete sich 1994 eine kleine Gruppe, die die alte, in Vergessenheit geratene Figur der Schlampe, wieder erstehen ließ. Dies war die erste organisierte Schlampengruppe in Neuhausen.

Das Aussehen wurde von dieser Gruppe ständig verbessert und weiterentwickelt, zuletzt durch die Anschaffung einer gelungenen Holzmaske, die von uns mit dem namhaften Holzschnitzer Heinzelmann aus Trochtelfingen-Steinhilben entwickelt wurde.

Schlampen heute
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In Neuhausen sind wir seit unserem Bestehen unter anderem bemüht, an der alten Straßenfasnet und dem "Herumschlampern" auf der Gass' (und daher kommt der Name "Schlampe"), teil zu haben.

Manch ein Passant muss es sich in Neuhausen gefallen lassen, von einer Schlampe eine derb-humoristische Lektion über gewisse Fehltritte anzuhören. Diese neckischen Spiele mit dem Gesprächspartner und dessen erfolgloses Raten der Identität des Narren, gehört zu den reizvollsten Erlebnissen unserer Fasnet.

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